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Richtlinie für die Impfung gegen Covid-19

Die aktuell verfügbaren Impfungen gegen Covid-19 (Stand Januar 2021) werden intramuskulär vorgenommen, d. h. durch eine Injektion in den Muskel. Bei solchen Injektionen kann es bei Menschen mit Hämophilie oder einer anderen Gerinnungsstörung zu Muskelblutungen kommen. Daher ist das Thema Impfung für diese Menschen komplexer als für gesunde. Mehrere internationale Hämophilie-Verbände haben jetzt gemeinsam eine Richtlinie zum Thema Covid-19-Impfung veröffentlicht. Da sie aktuell nur auf Englisch erhältlich ist, fassen wir hier die wichtigsten Punkte kurz zusammen. Die vollständige Richtlinie auf Englisch können Sie hier herunterladen.

Die wichtigsten Punkte zusammengefasst.

  1. Hämophilie-Patienten gelten bezüglich Covid-19 nicht als Risikogruppe, d. h. sie müssen nicht mit höherer Priorität geimpft werden als die allgemeine Bevölkerung. Die Impfung wird aber prinzipiell für alle Patienten mit Hämophilie oder einer Gerinnungsstörung empfohlen.
     
  2. Impfstoffe, die nur für die intramuskuläre Gabe zugelassen sind, sollten auch bei Hämophilie nur intramuskulär verabreicht werden. Um Schwellungen zu vermeiden, sollte danach mindestens 10 Minuten Druck ausgeübt werden. Wenn möglich, sollte eine möglichst dünne Nadel verwendet werden (abhängig vom Impfstoff).
     
  3. Die Injektionsstelle sollte wenige Minuten nach Ende der Kompression und 2-4 Stunden nach der intramuskulären Impfung angesehen und abgetastet werden. Bei Auftreten von zunehmenden Schwellungen oder Hämatomen sollte unverzüglich das Hämophiliezentrum kontaktiert werden. 
     
  4. Patienten mit schwerer oder mittelschwerer Hämophilie sollten eine Prophylaxe vor der intramuskulären Impfung erhalten – bitte das genaue Vorgehen mit dem behandelnden Arzt besprechen. Die Richtlinie enthält eine ganze Reihe an Präzisierungen für Ärzte bezüglich der zusätzlichen Maßnahmen vor oder nach einer Impfung (z. B Umgang mit einer potentiellen PEG-Allergie).
     
  5. Bei Anzeichen von allergischen Reaktionen sollten Patienten sofort ihren Arzt kontaktieren oder die nächste Notaufnahme aufsuchen, da diese lebensgefährlich sein können. Beispiele für allergische Reaktionen: Fieber, Wärmegefühle, juckende Haut und Ausschläge, Kurzatmigkeit, Schwellungen im Gesicht oder Schwellungen der Zunge.
     
  6. Es sind keine Kontraindikationen im Zusammenhang mit Hämophilie, Gerinnungsstörungen oder den entsprechenden Therapien bekannt, die gegen eine Impfung sprechen. Das gleiche gilt auch für Patienten, die eine Immuntoleranztherapie erhalten, sowie Patienten mit Hepatitis C und HIV.
     
  7. Die Impfung ist für Patienten, die Immunsuppressiva wie Cortison erhalten, nicht kontraindiziert.
     
  8. Nehmen Patienten an einer klinischen Studie teil, sollte die Impfung den Ärzten mitgeteilt werden, die die Studie begleiten.
     

 

Achtung:
Jeder Mensch ist anders. Besprechen Sie daher Ihre individuelle Situation und mögliche Kontraindikationen immer mit Ihrem behandelnden Arzt.

 

Wer hat die Richtlinie herausgegeben?


Die Richtlinie ist eine gemeinsame Veröffentlichung mehrerer Hämophilie-Verbände, namentlich die World Federation of Haemophilia, die European Association for Haemophilia and Allied Disorders (EAHAD), das European Haemophilia Consortium (EHC) sowie die National Hemophilia Foundation (NHF). Mehr über diese Organisationen erfahren Sie auf deren Webseiten – klicken Sie einfach auf eines der Logos unten, um zur jeweiligen Webseite zu gelangen.

Weitere Informationen zur Impfung bei Patienten mit Gerinnungsstörungen bietet die Gesellschaft für Thrombose und Hämostaseforschung e.V. (GTH):

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